Die Welt mit anderen Sinnen fühlen

Im März besuchte die 4BHL gemeinsam mit ihren Lehrer:innen Isabella Tiefenbacher und Daniel Hasenzagl zwei interaktive Ausstellungen, bei denen es nichts zu sehen bzw. nichts zu hören gab.

Bei Hands Up wird man mit Kopfhörern von der klanglichen Welt abgeschirmt und behutsam und humorvoll in die Welt der Stille eingeführt. Ziel ist es, Berührungsängste gegenüber gehörlosen Menschen abzubauen.

Wir lernten auch ohne gesprochene Sprache zu verstehen oder sich mitzuteilen, da die Körpersprache die Kommunikation übernimmt. Es wurden uns einige Wörter in der Gebärdensprache gezeigt (z. Bsp.: Osterhase, Wiener Schnitzel, Party,…), dann durften wir ein Quiz zur Gebärdensprache machen und stille Post spielen. Ebenso erfuhren wir, mit welchen Hilfsmitteln ein gehörloser Alltag funktioniert bzw. erleichtert wird, zum Beispiel kann man durch eine Vibrationsplatte, die unter den Kopfpolster gelegt wird, geweckt werden. Zum Abschluss wurde uns noch gezeigt, wie Gehörlose Musik wahrnehmen und wir konnten bei „Gehörlosen- Karaoke“ mitmachen.

Danach tauchten wir in die Welt der blinden bzw. sehbehinderten Menschen ein. Beim Dialog im Dunkeln, der „einzigen Ausstellung, bei der es nichts zu sehen gibt“, konnten wir eine Stunde lang erfahren, wie es uns geht, wenn wir durch völlig abgedunkelte Räume geführt werden.

Der Lehrausgang war für alle eine prägende Erfahrung. Wir haben nicht nur gelernt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung ist, sondern auch, wie bereichernd es sein kann, die Welt einmal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben.