Die Geschichte der HLW/FW reicht mittlerweile weit zurück: 1942 wurden die Lehrerinnen der „Frauenbildungsanstalt“ in Judenau nach den sogenannten „Weihnachts- und Kohleferien“ zum Dienst in Hollabrunn einberufen und ihre Klassen mit der damaligen Hauswirtschaftsschule der Stadt Hollabrunn zusammengelegt. Damit begann vor nunmehr 80 Jahren die Erfolgsgeschichte der HLW Hollabrunn.
Um das Jubiläum gebührend zu feiern, lud die HLW/FW Hollabrunn am Freitag, dem 25.11.22, zu einer eindrucksvollen Ausstellung, durch die die an der Schule ausgebildeten Kulturvermittler:innen führten. Viele (ehemalige) Lehrer:innen und Schulbedienstete und natürlich auch zahlreiche Ehrengäste, darunter Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, Landtagsabgeordneter ÖR Richard Hogl, Bildungsstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly, Schulqualitätsmanager Karl Stach und die ehemalige Nationalratsabgeordnete und Volksanwältin, Dr. Gertrude Brinek, die zudem eine Absolventin der Schule ist, folgten der Einladung. Zur besonderen Freude der Direktorin Mag. Marion Hofmann feierten die beiden letzten Direktoren, HR Mag. Alfred Minichbauer und HR Mag. Leopold Mayer, das 80-jährige Bestehen „ihrer“ Schule mit!
Eingeläutet wurde die Veranstaltung mit der „alten“ Schulglocke, die extra für diesen Anlass reaktiviert wurde. Seit über 15 Jahren nämlich werden die Schüler:innen in einer glockenlosen Schule unterrichtet – eine der vielen Besonderheiten der HLW Hollabrunn.
Verändert haben sich in den acht Jahrzehnten aber auch noch viele andere Dinge: Standorte, Räumlichkeiten, Gegenstände, Lehrpläne und der Name: Angefangen mit der „Frauenberufsfachschule des Reichsgaues Niederdonau“ über die „Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe“ bis hin zur heutigen „Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe“ gab es viele Bezeichnungen und Veränderungen. Wahrscheinlich hat sich kein anderer Schultyp mehr verändert und trägt mit seiner Vielseitigkeit den Anforderungen der Wirtschaft besser Rechnung. Damals wie heute wird am Puls der Zeit unterrichtet: einst waren Fächer wie Lebenskunde, Steno, Haushaltspflege, Diätkunde und Textilverarbeitung wichtig – heute sind sie von Digitaler Kompetenz, Küchen- und Restaurantmanagement oder der Kreativwerkstatt abgelöst.
Nach einer musikalischen Begrüßung, bei der u.a. der Schulsong „Fit for the future“ präsentiert wurde, gab Mag. Werner Prokop einen kurzen Überblick über die Entstehung der Idee und Organisation der Ausstellung. Bei der anschließenden Führung konnten sich die Gäste in drei Ausstellungsräumen zu den Themen „Kulinarik“, „Architektur“ und „Vertiefungen“ und dem Schulchronikgang auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der HLW Hollabrunn begeben. Historische Dokumente, Fotos und Schautafeln, alte Lehrmittel wie eine Schreibmaschine, ein Rechenstab und eine Bügelmaschine sind nur einige Beispiele für die vielen Ausstellungsgegenstände, die von den Gästen bestaunt wurden und zu Plaudereien aus dem Nähkästchen einluden.
Als Abschluss der Veranstaltung wurden optisch und geschmacklich wundervoll aufbereitete, kulinarische Schmankerl serviert und die 80-Jahre-Jubiläumstorte von den drei Direktor:innen Hofmann, Mayer und Minichbauer angeschnitten.
Ein großes Dankeschön gilt den Hauptorganisator:innen, Mag. Nicole Guttenbrunner, Mag. Werner Prokop und Mag. Michael Wirthner sowie Katharina Eckl, BEd. und Alexandra Fiedler, die mit ihrer Projektgruppe „Schulchronik“ den Grundstein für die Ausstellung legten.Das Résumé des Streifzugs durch 80 Jahre Schulgeschichte: Die HLW/FW Hollabrunn und ihre Schüler:innen sind damals wie heute „fit for the future“.


















