21 Tage ohne Smartphone – Unsere Klasse wagt das Experiment

Was passiert, wenn Jugendliche drei Wochen lang auf ihr Smartphone verzichten? Genau das probierte die 1BHL mit Klassenvorständin Mag. Viktoria Gold im Rahmen der österreichweiten Initiative „21 Tage ohne Smartphone“ aus, die ursprünglich am Konrad-Lorenz-Gymnasium in Gänserndorf gestartet und durch die ORF-Doku „Dok 1“ bekannt wurde.

Bereits die ersten Tage des Projekts waren eine Herausforderung: Einige Schülerinnen und Schüler berichteten von typischen „Entzugserscheinungen“ wie Unruhe oder Schlafproblemen. Gleichzeitig entstanden aber neue Gewohnheiten: Es wurde wieder mehr gelesen, gespielt oder Zeit mit der Familie verbracht. Sogar alte Tastenhandys, Spielekonsolen und MP3-Player feierten an der HLW ein Comeback, und so wurden verschiedenste Hürden häufig auch kreativ gelöst. Das ging so weit, dass die auf Snapchat „erarbeiteten“ Flammen mitunter von Mamas weitergesammelt wurden oder sich gleich ganze Familien an dem Projekt beteiligten, wie die Schüler:innen NÖN-Redakteur Christoph Reiterer bei seinem Recherchebesuch in der HLW bereitwillig berichteten.

Auffällig war zudem auch die Veränderung im Schulalltag: In den Pausen wurde nicht mehr gescrollt, sondern gemeinsam „Uno“ gespielt oder Sudoku gelöst. Viele genossen diese neue Form der sozialen Interaktion und insgesamt fiel das Fazit der Teilnehmer:innen nach anfänglicher Skepsis positiv aus – allein schon dadurch, dass viele feststellten, wie überraschend bereichernd ein Leben mit weniger Smartphone sein kann.

Fotocredit: Christoph Reiterer