Bonjour Hollabrunn! Hallo Auray!

Nachdem 22 Schüler:innen der HLW Hollabrunn im Herbst im Rahmen des EU-geförderten Erasmus-Programms eine Woche Frankreich erleben durften, statteten die französischen Schüler:innen aus der Partnerschule in Auray in der Bretagne in der Woche vor den Semesterferien uns in Österreich einen Besuch ab, um die Kultur und das Leben in Österreich kennenzulernen.

Nach ihrer Ankunft verbrachten die Schüler:innen den Nachmittag bei ihren Gastfamilien und konnten somit erste Eindrücke von der österreichischen Kultur, Kulinarik und Gastfreundschaft sammeln.

Ein Teil der Austauschzeit wurde ganz der Entdeckung Wiens gewidmet. Nach einem Besuch des berühmten Naschmarkts, ging es weiter zum Schloss Schönbrunn. Mit einem Audioguide wurden die prächtigen Prunkräume des Schlosses erkundet und so erhielten unsere Gäste einen Einblick in die glanzvolle Geschichte Österreichs und diek. und k. Monarchie.

Im österreichischen Parlament erfuhren die Schüler:innen anschließend Wesentliches und Interessantes über die politische Struktur unseres Landes und konnten die historischen Räume des Parlamentsgebäudes besichtigen. Auch die Unterschiede zwischen den Republiken Österreich und Frankreich wurden von den Guides herausgearbeitet und viele überraschte es, dass es doch in einigen Bereichen große Unterschiede gibt.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Gastfamilien. Die französischen Austauschschüler:innen verbrachten den Tag mit ihren Gastgeschwistern. Parallel dazu unternahmen die beiden österreichischen Lehrer, Prof. Alexander Thomasitz und Prof. Nicole Guttenbrunner, eine kulturelle Tour mit den französischen Gastlehrerinnen. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch den 1. Bezirk konnten sie das historische Zentrum Wiens näher kennenlernen. Zum Abschluss kehrten alle in einen traditionellen Heurigen ein, um die vielen Eindrücke setzen und den Tag bei einem gemütlichen Glas Wein ausklingen zu lassen.

Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner fuhren die Austauschschüler:innen in das ehemalige KZ Mauthausen in Oberösterreich. Der Besuch der Gedenkstätte war ein sehr bewegender und eindrucksvoller Moment, der den Schüler:innen und Lehrer:innen die schreckliche Geschichte dieses Ortes vor Augen führte. Hier wurde ein gemeinsames Zeichen der Erinnerung gesetzt und das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Aufarbeitung der Geschichte und eines respektvollen und wertschätzenden Umgangs miteinander geschärft.

Wie es für eine kulinarische Schule üblich ist, begann der letzte Tag des Erasmusprojektes mit einem gemeinsamen Frühstück in der Schule. In anschließenden Workshops erarbeiteten die Schüler:innen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Österreich und Frankreich in Bezug auf Traditionen, Essen, das Schulsystem und berühmte Persönlichkeiten. Diese Ergebnisse wurden sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch präsentiert.

N. Guttenbrunner