Deutsch-Unterricht muss nicht immer klassisch im Klassenzimmer stattfinden und so verlegten wir ihn kurzerhand ins Kino, wo wir die Verfilmung des Literaturklassikers „Die Schachnovelle“ gespannt verfolgten. Stoff für intensive Diskussionen und Auseinandersetzungen mit der literarischen Vorlage lieferte die Verfilmung mehr als genug. Die Schülerinnen und Schüler der 5CHL, die die Vertiefung „Kreativwerkstatt“ besuchen, analysierten ihn aber nicht nur inhaltlich, sondern setzten sich auch mit der künstlerischen Umsetzung intensiv auseinander. Somit stand fächerübergreifender Unterricht am Programm, der mehr als fesselte.

Bauer, Turm, Pferd, Läufer, Dame und König – diese Figuren und ihre Beziehung zueinander sichern das Überleben des Protagonisten Josef Bartok. Von den Nazis aufgrund seiner Tätigkeit als Notar gefangengenommen und im Gestapo Hauptquartier am Morzinplatz in Einzelhaft interniert, kann Bartok nur mithilfe eines zufällig ergatterten Buches seinem Wahnsinn vorbeugen und die psychische Folter der Nazi-Schergen überstehen.

Stefan Zweig schrieb mit seiner Schachnovelle ein unvergessenes Meisterwerk, das die Gräuel des nationalsozialistischen Regimes mehr als eindringlich und anschaulich beschreibt. Philipp Stölzl bereitete diesen historischen Stoff mit viel Liebe zum Detail für die Leinwand auf und Oliver Masucci verkörpert die Rolle des psychisch schwer angeschlagenen Notars Bartok genial. 

Ein Tipp der 5CHL: Schauen Sie sich das an!

Dr. Cornelia Künstler – Deutschlehrerin der 5CHL