fachstelle nö suchtborbeugungWorkshop zur Suchtvorbeugung der 2. Klassen und deren Lehrerinnen und Eltern im Dezember 2019. Die SchülerInnen aller Klassen der 2. Jahrgänge konnten im Dezember in kleinen Gruppen zu maximal 15 SchülerInnen an einem 4-stündigen Workshop zum Thema Suchtvorbeugung teilnehmen.

Suchtvorbeugung hat die Aufgabe, sowohl an Problembereiche anzusetzen, als auch Ressourcen des Systems individuell miteinzubeziehen. Die von ExpertInnen der Fachstelle NÖ durchgeführten Workshops entsprechen den Kenntnissen der modernen Suchtvorbeugung, mit dem Ziel der Persönlichkeitsstärkung und dem Ausbau von Schutzfaktoren. Dabei stehen die persönlichen Ressourcen der SchülerInnen im Mittelpunkt der interaktiv geführten Workshops. Außerdem werden die speziellen Interessen und Bedürfnisse der SchülerInnen entsprechend berücksichtigt.

Die Wirkung des Workshops sollte vor allem persönlichkeitsbildend, reflektierend und bewusstseinsbildend sein. Die Auseinandersetzung der SchülerInnen mit dem Thema „Sucht“ erfolgte interaktiv, was mit praktischen Methoden der Suchtvorbeugung angeregt wurde. Die Jugendlichen führten Diskussionen und bekamen ein Gespür dafür, wo Genuss in Missbrauch und/oder gesundheitsschädlichen bzw. suchtfördernden Konsum übergeht.
Die Entstehung von Abhängigkeiten wurde ebenso thematisiert, wie die damit in Zusammenhang stehenden Schutz- und Risikofaktoren. Unter Einbindung der individuellen Interessen und Bedürfnisse sollten sich die SchülerInnen Gedanken über ihre persönlichen Stärken und Ressourcen machen, sowie ihr eigenes Konsumverhalten reflektieren.

Die Lehrerinnen konnten ebenfalls durch theoretische Informationen, Kleingruppenarbeit und die Vermittlung von suchtpräventiven pädagogischen Methoden Grundwissen zum Thema Abhängigkeit und Suchtprävention erwerben, um diese anschließend in den Schulalltag integrieren zu können.

Eltern haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder und sind von Anfang an das wichtigste Vorbild. Suchtvorbeugung soll deshalb in der Familie ansetzen, wo junge Menschen vorwiegend ihre sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten lernen. Die Familie hat die Möglichkeit, die Schutzfaktoren des Kindes zu stärken und auszubauen sowie die Risikofaktoren für eine Abhängigkeitserkrankung gering zu halten. Im Mittelpunkt des Elternabends stand sowohl die Vermittlung von Informationen zum Projekt als auch die Themen Abhängigkeit und Suchtvorbeugung. Außerdem wurden Möglichkeiten zur Förderung von Lebenskompetenzen besprochen.

Barbara Neuhold