Vertiefungsbereiche

VertiefungsbereicheJeder Vertiefungsbereich besteht aus Grundmodulen im 2. und 3. Jahrgang. Im 4. und 5. Jahrgang haben die SchülerInnen die Möglichkeit, sich für ein Wahlmodul zu entscheiden.

Der Gegenstand Soziales wird von einem Lehrerteam der Fächer Psychologie, Rechtskunde und Betriebswirtschaftslehre gestaltet und bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, sich intensiv mit vielfältigen sozialen Themenbereichen auseinander zu setzen.

Die SchülerInnen sollen innerhalb der vier Jahre Einblick in betriebs- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge, die rechtliche Basis und die psychosozialen Aspekte sozialer Einrichtungen erhalten. Ein besonderes Anliegen sind dabei die Aktualität der Themen und die Förderung ganzheitlichen Denkens. Die SchülerInnen sollen soziale Einrichtungen und Strategien im regionalen und überregionalen Bereich kennen lernen und einen Blick dafür bekommen, welche Auswirkungen bestimmte Entwicklungen im Sozialbereich auf andere Bereiche der Gesellschaft haben.

Um den SchülerInnen Einblick in die praktische Tätigkeit sozialer Einrichtungen zu ermöglichen, werden Lehrausgänge und Exkursionen organisiert und Experten verschiedener Institutionen zu Vorträgen und für Workshops eingeladen. Dabei lernen die SchülerInnen auch in der Öffentlichkeit weniger bekannte Berufsbilder kennen und können so das Spektrum für eigene Berufswünsche erweitern.

Außerdem sollen durch computerunterstützte Projektarbeiten praktische Erfahrungen im Bereich Projektmanagement erworben werden und Teamfähigkeit, Selbständigkeit und Konfliktfähigkeit geschult werden. Die Präsentation der Ergebnisse der Projektarbeiten erfolgt vor der außerschulischen Öffentlichkeit. Bei der Reife- und Diplomprüfung kommt den KandidatInnen dieses Know-how zugute, da die Präsentation eines Projektes, an dem sie mitgearbeitet haben, Prüfungsgegenstand ist.

Der Unterricht im Ausbildungszweig Sozialverwaltung ist in Form von Blockunterricht organisiert. Dabei ergeben sich immer wieder Situationen, in denen durch den gezielten Einsatz verschiedener Entspannungsübungen Kreativität, Aufmerksamkeit und Wohlbefinden gesteigert werden können.

In diesem vierjährigen Lehrgang sollen die SchülerInnen Fachwissen und Sicherheit in kommunikativen Techniken erwerden, aber ebenso wichtig ist auch die Weiterentwicklung der Persönlichkeit der Schüler und Schülerinnen. Denn dadurch wird es ihnen erleichtert, dem beruflichen Konkurrenzkampf nach Verlassen des geschützten Bereiches der Schule gewachsen zu sein.

Einige Beispiele für Lehrausgänge und Exkursionen:

 

Lehrausgänge:

  • Caritasheim „Johanneshaus“
  • Landesjugendheim
  • Pensionisten- und Pflegeheim
  • Mütterstudio
  • Krankenhaus
  • Apotheke
  • Frauen für Frauen

Exkursionen:

  • Landesjugendheim Korneuburg
  • Caritasheim „Turmhof“ Retz
  • Rehabzentrum „Weißer Hof“
  • LKH Stockerau
  • BVA Wien
  • Dialog im Dunkeln

Themen von Projektarbeiten, die bei der Reife- und Diplomprüfung präsentiert wurden:

  • „Mondscheinkinder – Ein Leben in Dunkeln „
  • „Familienrecht“
  • „Aids“
  • „Projekt Integrationshaus“
  • „Psychosomatik“
  • „Arbeitsrechte von Behinderten „
  • „Mutterglück“

Gastvorträge im Unterricht:

  • Connencting People (Asyl)
  • Postpartale Depression (Semmelweisklinik)
  • Humana Projekt
  • Primar Dr. Reiter (Transplantationsmedizin)
  • Zollfahndung Tulln (Drogenkriminalität)
Mag. Ingrid Ulrich, Mag. Peter Weissenbacher

„Wellness“ hat die Aufgabe, Bewusstseinsbildung in Bezug auf eigene gesundheitsrelevante Verhaltensweisen zu ermöglichen. Es werden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die die Bedeutung von Ernährung, Bewegung und Entspannung für den persönlichen und beruflichen Erfolg bewusst machen. Eine fundierte Basis für Wellnessberufe wird gelegt.

Bildungs- und Lehraufgabe

Der Schüler/die Schülerin soll

  • Basiswissen als Voraussetzung für Wellnesstraining erarbeiten
  • Spezialwissen über Nähr- und Wirkstoffe, Nahrungs- und Genussmittel im Bezug auf Fitness bzw. Prävention erwerben
  • zur kritischen Auseinandersetzung als Konsument angeleitet werden
  • Gesundheits-, Körper-, Ernährungsbewusstsein durch Analyse der eigenen Lebensgewohnheiten entwickeln und sein persönliches Konzept erarbeiten und umsetzen können.

Lehrstoff

Grundlagen für Gesundheit und Lebensfreude, Voraussetzungen für physische und psychische Leistungsfähigkeit.

Trainingslehre. Cardio-Fitness, Ausdauerarbeit. Krafttraining. Sportmotorische Tests. Flexibilität, Stretching. Entspannung. Medical-Wellness, ärztliche Kontrolluntersuchungen. Muskelfunktionstests. Trainingsanamnese.

Ernährungsphysiologie und Lebensmitteltechnologie.

Stoffwechsel. Energie- und Nährstoffbedarf. Prävention. Supplimente. Lebensmittelgesetz und EU. Beratungsgrundlagen.Trends am Ernährungssektor. Wellnessbetriebe, Wellnessberufe.

Einstiegsvoraussetzungen für Wellness

Wichtige Anforderungen sind:

  • Freude an Bewegung
  • Bereitschaft, körperliche Leistungen zu erbringen
  • gute Kondition
  • Bereitschaft zu bewusster Ernährung
  • körperlicher Eignungstest im Sportunterricht des 1. Jahrgangs der HLW:
  • Coopertest: weibl. Jugend: 2000 m in 12 Min., männl. Jugend: 2000 m in 10 Min.
  • Ausdauer: 30-Min.-Lauf – optimale Herzfrequenz – Dauermethode
  • Schwimmen – 100 m in 2 Min. 30 Sek.
  • Kraft: weibl. Jugend:10 Liegestütz, männl. Jugend: 15 Liegestütz. 30 Crunches. Einbeinige Kniebeugen li./re.
  • Flexibilität: Stretching (Sitz, Stand)
  • Koordination: 3 Bälle: Jonglieren li., re, je eine Kaskade
  • Schnelligkeit: weibl. Jugend: 60 m in 10,5 Sek.,männl. Jugend: 60 m in 10 Sek.

Wer diese Grundvoraussetzungen beim ersten Prüfungstermin nicht erfüllt, kann den Test einmal wiederholen. Wird er nicht bestanden, muss ein anderer Ausbildungsschwerpunkt (Sozialverwaltung, Spanisch) gewählt werden.

Organisatorisches

Mit Kostenbeiträgen für sportärztliche Untersuchungen, Leihmaterial, Exkursionen und Fachvorträge von Experten ist zu rechnen (ca. € 150,- im 2. Jahrgang, € 70,- bis € 100,- in den weiteren Jahren). Der Unterricht wird von Sportlehrern, Ernährungswirtschaftslehrern und den Biologielehrern in Zusammenarbeit mit der Schulärztin und einem Sportmediziner gestaltet. Für ausgewählte Themenbereiche sind Exkursionen, Lehrausgänge, Vorträge und Diskussionen mit Gastreferenten vorgesehen. Z.B.: Schnuppertag in der Therme Laa.

Die SchülerInnen der fünfjährigen Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Hollabrunn erstellen im Ausbildungsschwerpunkt Ernährung & Wellness Projektarbeiten und Themenschwerpunktsarbeiten aus den Bereichen Ernährung, Bewegung und Entspannung und präsentieren diese im Rahmen ihrer Reife- und Diplomprüfung. Im dritten Jahrgang absolvieren sie ein zwölfwöchiges Pflichtpraktikum, möglichst in einem Wellnessbetrieb. Das erarbeitete Wissen und Können wird im Rahmen von praktisch-methodischen Übungen und Lehrauftritten umgesetzt und überprüft.

Mögliche Zusatzqualifikationen für besonders engagierte SchülerInnen:

Wellnesstrainer-Assistent

Nach erfolgreich absolvierter Prüfung, die gemeinsam mit dem WIFI stattfindet, werden die Module I und II – der vom WIFI NÖ angebotenen Ausbildung zum Wellnesstrainerassistenten – angerechnet und berechtigen zum Einstieg in das Modul III der Ausbildung zum Wellnesstrainer beim WIFI St. Pölten. Prüfungs-gebühr ist zu entrichten.

Lehrwart für allgemeine Körperausbildung und Animation

Für geeignete SchülerInnen findet ein zweiwöchiger Kurs (3. u.4. Jahrgang) gemeinsam mit der Sportakademie Linz als Ausbildung zum „Lehrwart für allgemeine Körperausbildung und Animation“ statt. Kostenbeitrag durch die SchülerInnen ist erforderlich.

Kreativität ist nicht mehr nur Zweck zur Verschönerung unserer Umwelt, sondern vielmehr eine wichtige Möglichkeit, im eigenen Job besondere Ideen und Fähigkeiten anzuwenden. Mut zur Kritik und Vertrauen zur individuellen Ausdrucksfähigkeit, Lust auf Neues – all das wird heute in vielen Berufssparten gern gesehen!

Darum vertiefen wir in der Kreativwerkstatt im 2. und 3. Jahrgang unsere Kenntnisse des regulären Unterrichts und erweitern diese in sechs Werkstätten. Alle probieren alles aus!

Je nach Interesse und Können wählen die Jugendlichen am Beginn des 4. Jahrgangs zwischen den Modulen Performance und Mediengestaltung. Dort dürfen sie zwei Jahre lang im Team ihre individuelle Fähigkeit einbringen und in einem gemeinsamen Projekt zum Abschluss bringen.

 

Der Vertiefungsbereich Kreativwerkstatt gliedert sich in zwei große Abschnitte:

 

Grundlagenerarbeitung im 2. und 3. Jahrgang:

2. Jahrgang:

In der Sprachwerkstatt lernen die Jugendlichen, kreativ und spielerisch mit Texten umzugehen und Sprache kritisch zu betrachten. Wir analysieren und diskutieren Texte, schreiben Werbeslogans und kurze Dialoge. Eigene, kreative Schreibideen werden im Team weiterentwickelt.

Die Theaterwerkstatt ermutigt die Schülerinnen und Schüler, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Sie experimentieren mit Stimme, Mimik und Gestik auf der Bühne. Improvisationstheater, Schattentheater, Marionettentheater – auf und hinter der Bühne gibt es viele Aufgaben für alle! Exkursionen zu diversen Theaterveranstaltungen mit Blick hinter die Kulissen runden das Programm ab.

In der Handwerkstatt erweitern wir die Techniken des regulären Kreativunterrichts und setzen Schwerpunkte in Drucktechniken und beim Buchbinden. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Nutzung nachhaltig abgebauter Rohstoffe für unsere Produkte. Der bewusste Umgang mit Ressourcen ist zentrales Thema in der Produktgestaltung.

3. Jahrgang:

Die Kochwerkstatt – das etwas andere Kochen! Von der Patisserie bis zum Schnitzen von Obst und Gemüse oder dem self-made-fast-food ist alles drin! Küche aus aller Welt und verschiedenen Epochen ist ebenso wertvoll wie der Genuss.

Fotografie und kreatives Layout sind spannende Aspekte der Bildwerkstatt. Techniken und Tricks bei Fotoshootings werden den Jugendlichen genauso vermittelt wie die Verfeinerung und Präsentation der Bilder mit Photoshop und InDesign.

In der Bewegungswerkstatt dreht sich alles um den eigenen kreativen Ausdruck in der Bewegung – zu Musik und in neu erfundenen Spielen. Akrobatik, Sport und Choreografien fördern die Koordination und den Spaß an der gemeinsamen Bewegung.

 

Vertiefung im 4. und 5. Jahrgang:

Hier stehen zwei Module zur Wahl:

Performance: Die Schülerinnen und Schüler drücken sich einzeln oder in der Gemeinschaft musikalisch, sprachlich, mimisch, gestisch, tänzerisch oder bildnerisch aus. Am Ende des Projektes kann ein Musical, ein Theater, ein Tanztheater, ein Schattentheater oder Puppentheater zur Aufführung gelangen.

Mediengestaltung: Zusammenhänge zwischen Bild, Text, Klang, Raum und Körper werden erforscht und gestalterisch umgesetzt: eine Fotoausstellung, ein Buchprojekt oder Kunst im öffentlichen Raum sind drei der vielen möglichen Abschlussprojekte dieses Wahlmoduls.