„Gott ist die Wahrheit und das Gewissen des Einzelnen….“

Ödön von Horvath hat mit diesem Roman das Mitläufertum der Jugend im Nationalsozialismus aufgegriffen und thematisiert.

Die 2DHL hatte in diesem Schuljahr im Rahmen des Deutsch-Unterrichtes die seltene Gelegenheit, den Inhalt der Romanvorlage in zweifacher dramaturgischer Inszenierung zu erleben und somit den hohen Aktualitätsbezug zu erfahren.

Den Einstieg in dieses Projekt bildete die Lektüre des Romans und die intensive Auseinandersetzung mit dem Inhalt. Hierbei legten wir gemeinsam den Fokus auf die hohe Symbolkraft, die hinter den einzelnen Handlungsträgern steckt. Den Anschluss daran bildete der Kinobesuch, wo wir die neueste filmische Umsetzung des Horvath-Stückes sahen. Die Handlung spielt nicht mehr im Nationalsozialismus, sondern wird von Regisseur Alain Gsponer in das Heute verlegt. Nicht mehr die NS-Ideologie und das blinde und unreflektierte Folgen dieser stehen im Mittelpunkt, sondern der Kampf um einen der renommierten Studienplätze an einer Elite-Uni bildet das Zentrum der Handlung. Fasziniert vom Aufgreifen und von der filmischen Inszenierung der literarischen Vorlage, waren die Reaktionen der Schülerinnen mehr als positiv.

Im Rahmen des COOL-Unterrichtes fand dann ein unmittelbarer Vergleich der beiden Medien statt und auch das Verfassen von Rezensionen wurde aufgrund der Filmkritiken im kooperativen offenen Unterricht erprobt.

Vor den Semesterferien, am 31. Jänner 2018, hatten wir das Glück, eine Inszenierung des Originalstückes im Wiener Theater „Spielraum“ zu sehen. Trotz des einfach gestalteten Bühnenbildes kam die Botschaft des Stückes sehr gut beim Publikum an. Die 21 Schülerinnen luden zu diesem Theaterabend auch ihre Klassenvorständin Mag. Marion Hofmann ein.

Die 2DHL stellten unisono fest, dass die unterschiedliche Herangehensweise an einen literarischen Stoff sehr spannend ist und viele Facetten bereithält, die neugierig machen auf mehr.

Dr. Cornelia Künstler – Deutschlehrerin der 2DHL

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